Was BARF für uns bedeutet AKA wie unser Futter jetzt aussieht

Für uns ganz speziell.
Wie sich unser Hundefutter verändert hat.
Einfach so als Einblick.
Es gibt bestimmt hunderte Bilder von gefüllten BARF-Futterschüsseln um zu zeigen wie das aussieht.
Meins sieht jedoch nicht so aus wie aus einer Speisekarte in einem Restaurant, muss ich sagen.

Aber ihr versteht den Gedanken dahinter, denke ich 😉
Ein bild mit Hähnchenhals kommt noch irgendwann. Jedoch ist es das so allgemein.

Die genaue Zusammensetzung des Futters variiert immer etwas. Ich hab verschiedene Sachen die ich nicht all jeden Tag gebe. Das trifft auf die verschiedenen Kräuter genauso zu wie auf die paar Zusätze die wir haben. Kurkuma ist jetzt im moment neu und in der Testphase. (Knochenmehl ist mittlerweile aus dem Speiseplan gestrichen, wir sind jetzt auf Bio Hähnchenhals umgestiegen weil Yuna das mittlerweile verträgt)
Die Bilder hier sind immer nur eine Aufnahme eines Tages. Ein Beispiel.
Ich schmeiß generell rein was gerade da ist und was dem Hund im Moment am besten bekommt (wenn’s gerade was zu beachten gibt bei ihr).

BARF bedeutet für uns das Futter unter Knotrolle zu haben.
Verträgt unser Hund was nicht, lass ich es weg. Braucht sie von was mehr geb ich ihr mehr. Ist das Fleisch sehr mager geb ich (tierisches) Fett zu. etc
Besondern bei einem Magen-Darm sensieblen Hund wie Yuna ist es wichtig das Futter unter Kontrolle zu haben. Ich kann ihr nicht wahllos irgendwas füttern.

Selbes gilt für ihre Snacks. Auch die hab ich unter Knotrolle.

BARF bedeutet für uns sicherzustellen das der Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.
Hat sie mit Trockenfutter noch einen ganzen Napf am Tag geleert ist es jetzt nicht mal mehr ein halber (außer vielleicht wenn es im Sommer sehr heiß ist – sie hat einen 1,6L Napf…).

BARF bedeutet für uns natürliche Entwurmungen zweimal im Jahr (oder etwas öfter wenn sie viele Mäuse findet draußen) einfach ohne Drama über die Mahlzeiten zu verabreichen – und sie frisst es auch noch gern! Kein Tablettenverstecken, keine Verdauungsentgleisungen, keine Chemiebelastung für die Organe.

BARF bedeutet für uns sicherzustellen das der Hund nicht nur von minderwertigem Eiweißen leben muss (wie jene, die im FeFu verwendet werden), sondern durch die hochwertigen tierischen Komponenten & Fett ganz kontrolliert gesund gefüttert werden kann.

Aber vorallem bedeutet BARF für mich den Spaß meinem Hund etwas super leckeres zu fressen zu geben.
Jeden Tag, während sie auf ihr Futter wartet, tropft ihr bereits der Sabber auf den Boden ^^
Die Begeisterung beim Fertigfutter hielt sich eher in Grenzen (wurde auch gefressen, ja. Aber nicht mit der Begeisterung).

Unser Futter hat sich dahingehend verändert das ich jetzt vielleicht mehr Lagerplatz brauche, aber es täglich frisch in den Napf geben kann.
Ich kann dem Hund viel Abwechslung bieten und sie hat auch noch Spaß beim Fressen.
Rohe Knochen sind für sie das Höchste!

.
Obwohl die Knochenfütterung allgemein bei uns nicht so einfach ist, ist es dennoch möglich.
War bei uns jetzt speziell ein etwas problematisches Thema da der Hund nicht regelmäßig Knochen vertragen hat, aber ich hab schon oft gelesen das Hunde aufgrund von Verdauungsunregelmäßigkeiten da Schwierigkeiten haben können.
So auch Yuna. Denn Gott allein weiß was ihr in den 2 Jahre in Spanien die Verdauung verdorben hat. Wir arbeiten aber dran und es wird langsam immer besser.
Aber das ist für sie deswegen noch nicht das Ende der Fahnenstange. Bis sie also genug Knochen fressen kann gibt es immerhin verschiedene Ersatzprodukte die man anstelle von Knochen geben kann. Allen voram natürlich Knochenmehl/Fleischknochenmehl.
Bei uns hat es Knochenmehl jedoch auch nicht gebracht. Lag vielleicht an der Qualität. Somit bin ich bei Bio-Eierschalenpulver gelandet & geb lieber ab und an nen kleinen Lammknochen.

Und jetzt kommen wir wieder zurück zum Thema Kontrolle über’s Futter: Calcium-Ersatuprodukte liefern entweder zuviel,bzw an anderen Stellen zuwenig, Mineralien oder eben gar keine. Wie im Fall der Eierschalen. Das ist einfach nur Kalzium. Geht schon für den gelegentlichen Gebrauch. Fehlt aber halt etwas.
Darum füttern wir weiterhin Heilerde zu. Nicht viel, nur einen kleinen Klecks jeden Tag (Erbsengroß). Heilerde enthalt (Zitat Luvos) “u. a. Silizium, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium sowie die Spurenelemente wie Kupfer, Mangan, Nickel, Selen und Zink”.
Problem gelöst =)
Wenn man sich die Gratisversion des BARF Rechners herunterläd kann man ganz einfach die Tabelle mit den Angaben des eigenen Hundes ergänzen und sieht wie man den Calciumbedarf mit Eierschalen, Ca-Citrat o.ä. deckt (Angaben in Gramm gerechnet auf 2% des Körpergewichts an Fleisch/Gemüse etc am Tag & des aktuellen Gewichts des Hundes).
Das hat mir sehr geholfen da ich immer unsicher war ob die Mengenangaben auf den Packungen (wie der Eischale) auch richtig sind. Bei meinem Pulver (Lunderland) lagen die Angaben absolut richtig.

Hier mal Yuna’s Calciumbedarf (21kg Hund) und diverse Suplies im Mengenvergleich:

Und hier Yuna’s Menüplan pro Tag (ca. Angaben):

Man muss es jetzt nicht sooo mega genau nehmen, ich geb auch mal mehr Gemüse oder an einem Tag mehr Knochen als 50g (dafür halt am nächsten Tag nix oder so).

Das bringt uns Zwangsläufig auch zu einem weiteren Thema: Hunde mit Problemen irgendeiner Art, am häufigsten sind wohl Magen-Darm, sind mit BARF einfach gut bedient. Oder meinethalben auch Frischfütterung auf Basis von firschem Fleisch. Alles besser als FeFu.
Wenn Yuna mal wieder Magengrummeln hat dann lass ich alles weg bis auf Gemüsechips, Fleisch und Eierschalenpulver und dünste ihr Futter. Nebenzu gibt es weiterhin Heilerde (außerhalb der Mahlzeiten, nicht zum Futter).
Normal ist nach 2 Tagen alles wieder gut.
Sie hat Schwierigkeiten mit der Verdauung, angefangen im Magen bis him zum Darm, und ich kann mit BARF einfach immer auf sie eingehen wie es gerade sein muss.
Wenn’s dann wieder gut ist verträgt sie auch wieder ohne Probleme roh.
Die ganze BARF-Geschichte erspart uns einfach viele Gänge zum TA – was für Yuna auch immer nur Stress ist da sie Angst vor fremden Menschen und Umgebungen hat (+ Autofahren findet sie auch nicht so toll).

Und das alles ist, was BARF für uns im Detail bedeutet.
Wenn man betrachtet wo wir angefangen haben (komplette FeFu Futterunverträglichkeit, Dauerdurchfall, stumpfes Fell, sehr dünner Hund) & wenn man sich anschaut wie weit wir sie jetzt schon aufgebaut haben spricht das nur für BARF. Auch wenn es ein Abstimmungsprozess mit unserem Hund war und es auch Rückschläge gab. Aber DAS Patentrezept für jeden Hund gibt es nicht. Etwas austesten ist immer mit dabei. Ich persönlich würde es wieder tun. Und dem Hund schmeckt’s =)

.