Zum Thema Impfen beim Hund


Lasst uns gleich mit einem Link starten (hier geht es nicht nur um Impfstoffe) :

Alltägliche Vergiftungen

Hier geht es zum großen Teil um das Impfthema, aber nicht ausschließlich.
Auch andere Sachen die ich hier und da schon mal angesprochen habe (Industriefutter, Entwurmungen etc) werden hier genannt.

Weitere Artikel zum Thema Impfen beim Hund:
Impfungen können krank machen – auch unsere Hunde
Impfungen – einfach nur ein kleiner Pieks? (Impfen I)
Die Jahresimpfung – eine unendliche Geschichte? (Impfen II)
Wie oft und gegen welche Krankheiten impfen

Und tatsächlich ist das ein Thema das wir ansprechen sollten, vielleicht sogar unbedingt ansprechen müssen. Denn noch längst hat sich nicht zu allen Hunde- und Katzenbesitzern die Neugigkeit rumgesprochen das jedes Jahr Impfen totaler Schwachsinn ist!
Man macht es halt weil… ja warum? Weil es schon immer so war? Weil der TA das so sagt (sicher, der verdeint ja auch dran 😉 schon mal drüber nachgedacht?)?  Weil man auf der sicheren Seite sein will?
Um dieser Materie vernünftig behandeln zu können muss man da ins Detail gehen.
Ich hab mir das vor kurzem erst ‘angetan’, denn nach den Büchern von Frau Ziegler (zu finden hier auf meiner Literaturseite) war ich mehr als wachgerüttelt!

Wir haben früher öfter Entwurmt und immer fleißig geimpft!
Unser armer Hund, sag ich da nur… >-< (und die Katze).
Hätten wir es damals schon besser gewusst… Ich bereue es so das wir das nie hinterfragt haben!

Versteht das jetzt aber bitte nicht falsch, ich sag ja nicht “Impft gar nicht! Alle Chemie ist böse!” oder so. Das ist beim Tier wie beim Menschen schwachsinn.
Und wenn wir uns mal den Menschen als beispiel gleich nehmen: Wir werden doch auch nicht jedes Jahr mit dem gesamten Cocktail an vorhandenen Impfstoffen vollgepumpt, oder? Wieso also unsere Haustiere?
Weil damit Geld zu machen ist und vielleicht, wie so oft, auch mal wieder mit der Angst des Besitzers gespielt wird.
Denn man will ja das es seinem Liebling gut geht, das er gut versogt und geschützt ist etc.

Grundimmunisierung ist wichtig!
Ich bin für eine ordentliche Grundimmunisierung bei Hund und Katze! Denn nur weil man angefangen hat zu Impfen sind diverse Krankheiten heute nicht mehr unter den Haustieren zu finden oder gar ganz ausgerottet in unseren Gefilden.
Aber jedes Jahr “nachimpfen”, nein, dafür bin ich nicht! Haben doch Studien gezeigt, das der Impfschutz gegen die gängigen Krankheiten beim Hund WESENTLICH länger als 1 Jahr anhält. Manche sogar ein Hundlebenlang, ohne Probleme. Andere sind wiederum quasi “nutzlos”, weil die Krankheiten gut behandelbar sind SOLLTE der Hund sie aufschnappen oder die Impfung erzeugt überhaupt keinen Vorteil im Falle eines Kontaktes mit dem Krankheitserreger gegenüber einem ungeimpften Tier (sprich: alle haben die gleich Chance sich das einzufangen, so oder so).
Hierzu mehr im verlinkten Artikel oben “Die Jahresimpfung – eine unendliche Geschichte?” + natürlich auch in “Impfungen – einfach nur ein kleiner Pieks?”.

Sollte man in den Urlaub fahren aka das Land verlassen ist darauf zu achten das die Tollwut Impfung noch vorhanden ist. Viele Tollwut Impfstoffe heute schützen für die dauer von 3 Jahren (!). Mindestens. Man sollte sich beim TA erkundigen und ggf. sich die Packungsbeilage zeigen lassen & dann auch darauf bestehen die 3 jährige Gültigkeit in den Impfpass eingetragen zu bekommen.

Impfen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Yuna ist jetzt 3 Jahre.
Mit 2 Jahren wurde sie, in Spanien noch, Grundimmunisiert und durfte dann nach Deutschland reisen – wo sie nochmal auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht wurde (Mittelmeerkrankheiten etc). Für ihr weiteres Leben wird sie mit 8 Jahren oder 9 Jahren nochmal zum TA gehen und Teilimpfungen erhalten – eventuell (nachdem wir einen Titertest gemacht haben).

Ich hatte mal, nach langer nächtlicher Suche, eine sehr gute Seite gefunden wo alles super erklärt war… leider hab ich den Link nicht mehr (da ich da noch nicht wusste das ich darüber schreiben würde), aber ich hab mir folgende Notizen Anhand der Infos gemacht für meinen Hund:

(sorry, enthält ein paar Schreibfehler!)
An was ich mich noch erinnere zum Thema “warum”: Manche Nachimpfungen machen schlicht keinen Sinn weil der Impfschutz einfach ewig hält oder Kreuzimmunitäten entstehen.
Wenn eine Impfung für 15 Jahre hält braucht ein Hund die auch nur einmal im Leben. Denn welcher Hund wird schon älter als 15? Eher wenige, selbst mit BARF, würde ich meinen.

Auch hatte unser erster TA immer gesagt, sie impft solch alte Tiere gar nicht mehr weil die Belastung die der Körper ausgesetzt ist durch die Impfung einfach für viele alte Tiere mehr Probleme mit sich bringt als Nutzen.
‘Aha!’, dachte ich mir. Eine erste vernünftige Einsicht bezüglich des Themas?
Dies war jedenfalls das einzige mal das ich einen kritischen Unterton zum Impfen von ihr hörte. Aber auch erst als unser Hund bereits über 10 Jahre alt, krank und geschwächt war.

Tollwut gibt es bei uns eigentlich nicht mehr. Wenn wir viel im Wald unterwegs wären und/oder der Hund viel Kontakt mit Wildtieren hätte & wir  viel verreisen würden (mit Hund ins Ausland), würde ich alle 3 Jahre nachimpfen lassen. So aber erst beim nächsten wirklich nötigen Impftermin (wenn sie 8/9 Jahre alt ist). Bei dem anderen werden wir einen Antikörpertest machen lassen. Wenn welche vorhanden sind, wird nicht geimpft.

Und zum Thema Zeckenimpfung: Mensch und Tier würde ich davon abraten. Es gibt… glaub ich 99 verschiedene Borreliose-Erreger (oder waren es 95? bin mir nicht mehr ganz sicher) und gegen EINEN kann man sich impfen lassen.
Ja. Also Zeckenimpfung schönund gut, aber was ist wenn ich einen der anderen 98 abbekommen?
Macht also keinen wirklichen Sinn. Zeckenabwehr zu betreiben macht mehr sinn. Wo kein biss, da keine Übertragung irgendwelcher Erreger.

Weil wir schon beim Thema sind: Mit Kokosöl einreiben hat phenomenale Wirkung gezeigt. Finden unsere kleine blutsaugenden Freunde anscheinend so eklig das unser Hund den gesamten Sommer nicht mehr eine Zecke hatte – während uns andere Hundebesitzer vorgejammert haben wie viele Zecken ihr Hund jeden Tag nach Hause bringt (wo wir doch alle die gleichen Wege gehen und unser Hund auch immer schön ins hohe Gras springt). 😉
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Zum Abschluss möchte ich natürlich erwähnen das dies meine ganz persönliche Meinung zum Thema ist. Jeder darf sich gerne auch eine eigene Meinung bilden. Ich bitte sogar darum!
Hier wollte ich lediglich wieder ein wenig Erfahrungen schildern und allgemein zum Thema informieren.