Mäusefütterung

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Hier gehen wir mal auf die artgerechte Mäusefütterung ein & ein Futterrezept zum selber mischen (mausgerechtes Futter!) gibt`s dann auch noch. ^^
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Bei Mäusen kann man längst nicht so viel falsch machen und muss nich so aufpassen wie bei den Chins.
ABER(!) auch artgerechte Mäusefütterung stellt sich immer wieder als “Kunst” für sich heraus.

……ACHTUNG!!!!……
Alles was ins Mäusegehege getan wird muss vorher eingefroren werden für mind. 24 Stunden. Vorallem gilt das für Futter und Invetar aus Läden die auch Tiere verkaufen – Stichwort Parasiten die man mit nach Hause bringt ohne es zu wissen.
Das konsequente Einfrieren, speziell von Futter, dient vorallem dazu eventuell vorhandene Mottenlarve und Milben zu töten (ja, diese Tierchen halten sich gern im Futter auf und man merkt erst das sie drin sind/waren wenn es schon zu spät ist).

Zurück zum Futter und Füttern an sich: Es ist grundfalsch zu denken, dass das Futter aus dem Zooladen gut genug oder gar den Bedürfnissen der kleinen Nasen völlig angepasst wäre (auch wenn das die schöne Verpackung zu gern behauptet). Das zu glauben wäre ein typischer Anfängerfehler.
Auf die “Beratung” was in sachen Futter von den Zooangestellten kommt würd ich in den meisten fällen auch nix geben, denn die haben in 95% der Fällen wenig bis überhaupt keine Ahnung von artgerechter Mäusefütterung + Mäusehaltung (also auch aufgepasst mit der Käfigberatung! Unter 80x60x60 für 2 mäuse ist nicht artgerecht! –> Allgemein kenne ich keinen Zooladen der überhaupt Artgerechte unterbringungen für Kleintiere führt… alle geführten Käfige sind zu klein – und wenn einem doch mal ein Terrarium ans Herz gelegt wird “vergessen” die lieben Leute dem Käufer zu sagen das da mit der Belüftung ohne Umbau mal so gar nix läuft, das Ebenen eingebaut werden sollten um es richtig auszunutzen und dabei mindestgröße für die der Mäusenicht entsprechend nicht zu vergessen! Ist nämlich das gleiche wie bei Gitterkäfigen ← hat zwar so direkt nix mit der Fütterung zu tun, ist aber trotzdem wichtig!).

Mal abgesehen davon das das Zoola-Futter viel zu teuer ist hat es auch noch meist Inhalt der mir gar nicht gefällt (z.B.: so komische kügelchen die riechen wie milchdrops für nager). Zum Kostenpunkt also folgendes: Wenn ein halbes kilo fertigfutter 3-5 euro kostet, krieg ich dafür schon 1,5 kilo selbstgemischtes futter. Muss ich noch mehr sagen?
Wenn man selbst mischt sollte auf jeden Fall der Kleinsaaten anteil bei 60% liegen (Grassamen, Bunte Hirse, Silberhirse und La Plata Hirse). Ein geringer Anteil (ca. 10%) sollte dabei aus ölhaltigen Kernen/Saaten bestehen (Hanfsaat, Kürbiskerne). die restlichen 20% des selbstgemischten futters bilden Großsaaten (Gerste, Hafer, Dari).
Sehr zu empfehlen ist das man noch Gammarus(Bachflohkrebse) und/oder Mehlwürmer füttert. Gammarus würde ich dabei vorziehen und Mehlwürmer nur seltener als Leckerlies reichen. Mehrlwürmer haben einen Eiweißgehalt von 51% und machen schnell dick – sind gut zum päppeln von “Kümmermäusen”, aber man sollte normalgewichtige Mäuse ja nicht zu Schwergewichten machen.

Hab früher, ganz zu anfang auch mal den Fehler gemacht Fertigfutter zu kaufen. Wie das eben so ist wenn einem niemand hilft und man keine Ahnung hat als Anfänger.
Naja, mir fiel aber bald auf dass das irgendwie furchtbar falsch aussieht…
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Eeeh, ja.
Mit so komischen Riesenmais können Mäuse schon mal gar nix anfangen. Was ist mit diesem Joahnnisbrot? (Zucker!) Wieso brauchen die das? Was sind dieser vielen kleinen brauenen Dinger??? o__O und diese komischen grünen Brocken sind beinahe größer als die Mäuse selbst… uhm… wieso zur Hölle sind die da überhaupt drin? oO

Okay, okay. Diesen “gefärbten Pflanzenmüll” mögen zwar die meisten Mäuse und, obwohl ich dem Zeug einen nicht so schön klingenden Namen gegeben habe (was seinen Inhalt jedoch gut beschreibt), ist dagegen grundsätzlich auch nix einzuwenden WENN da nicht immer diese Mineralstoffzusätze wären!
Auch dagegen grundsätzlich nix einzuwenden, aber man sollte es eben SELTEN füttern. Zu viel Mineralstoffzufuhr macht Mäuse krank und kann sogar zu Schädigung innerern Organe führen.
Und jetzt sind wir alle wieder an dem Punkt angelangt wo wir uns fragen: Wieso zur Hölle ist das im “Mäusefutter” drin das man im Handel kaufen kann?
Ganz ehrlich, ich hab keinen Schimmer auf welchen Fakten basierend sogenannte “Experten” das Nagerfutter zusammen stellen o.O oder was in den Köpfen dieser Leute vorgeht. Ich hab echt keine Ahnung. Mit einer Antwort auf diese Frage kann auch leider ich nicht dienen.
Naja.

Ich hab dann damals angefangen Wellensittichfutter drunter zu mischen und es sah zwischenzeitlich so aus:
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Aber bald ist das Fertigfutter aus meinem Futterplan komplett verschwunden (weil zu teuer und: wenn ich selbst mische bleit NIX mehr über 😉 Die mäuse fressen alles auf, nur die Hülsen bleiben liegen).
Ein weiterer Vorteil beim selber mischen: Man weiß genau was drin ist und je nach geschmack der Mäusegruppe kann man Dinge die sie nicht mögen raus lassen (z.B. sowas wie Distelsamen – nicht alle Mäuse mögen die).

So sieht mein Mausfutter heute aus:
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So schön bunt So schön mäusegerecht ^^d
Kleiner Unterschied, huh? (‐^▽^‐)
Man erkennt sehr gut den Unterschied zum Fertigfutter und man sieht auch das es wesentlich mausgerechter wirkt.
(den Becher gibt`s natürlich nicht für die Lütten, der ist nur für mich zum rausschaufeln 😉 )

Zusätzlich zu dem Grundfutter kriegen die Nasen manchmal noch ihr bereits erwähntes Eiweiß (Gammarus,Mehlwürmer), ab und zu mal Katzentrockenfutter & öfter mal Ähren (Flachs, Hirsekolben, Rispenhirse, Hafer, Dari usw.).
Grünfutter darf natürlich auch nicht fehlen und so kommt auch mal öfter Gras (unbelastetes aus dem Garten oder abseits der Straßen) oder Karotten(stückchen) ins Terrarium.
Wie bei jedem Frischfutter gilt natürlich: Nicht aufgefressenes gleich entsorgen am nächsten Tag, sonst wird`s eklig und schimmelt. Nicht aufgefressenes Gras das im gehege bleibt macht die Streu feucht und “mottig”, darum auch damit weg am nächsten Tag. Lieber mal weniger geben, aber dafür fressen sie es dann ganz auf, als dass man tonnenweise rein wirft was über nacht nur das Streu feucht macht (die freuchtigkeit des grases zieht in die streu – man will ja keine pilze heraufbeschwören oder atemwegsinfekte bei den Mäusen).
Heu: Versteht sich von selbst, denn das lieben sie ( Heu vom Bauern würde ich unbedingt mehrere Tage einfrieren. Es besteht die Gefahr das Milben (vorallem Grabmilben, und die sind fies) da drin wohnen oder andere parasiten die man ohne Tierartzt nicht mehr los wird.
Man kann es den Mäusen in einer Heuraufe oder als loses Häufchen darreichen. Bei letzterer Methode muss man jedoch damit rechnen das die Ladung Heu bis zum nächsten Tag breit gefächert verteilt sein wird (die Mäuse zerpflücken das gerne ^^).
Man kann auch einen mittleren bis größeren Heuball dafür verwenden, an welchem sich unter Mäusehaltern aber bisweilen die Geister scheiden. Manche hatlen sie für gefährlich. Ich persönlich halte nur die LACKIERTEN Heubälle für bedenklich (Stichwort: verschluckbare Lacksplitter!) und habe ansonsten keine negativen erfahrungen mit Heubällen gemacht.
Ich persönlich haben eine Heuraufe und einen Heuball im großen Gehege (im kleinen nur den Heuball):
 photo Heuball_zps05555046.png
Wem ein hängender Heuball zu brisant ist von wegen Mäuse die drin hängen bleiben KÖNNTEN kann diesen auch einfach auf den Boden legen (aber möglichst nicht in der Buddelebene des geheges, denn dann kann der ganz schnell mal über Nacht im “Untergrund” verschwinden ^^).
Wasser: Immer sauberes Wasser versteht sich auch von selbst. Abzuraten ist beim Thema Wasser von mineralwasser und Nagertrunk oder wie sie auch heißen, was in den Zoola`s verkauft wird. Letzteres ist sehr abgestanden wegen der Lagerung und mit mineralien versetzt die Mäuse nicht brauchen wenn sie artgerecht gefüttert werden – das zuführen von zu viele Vitamine/Mineraliene ist gesundheitsschädlich und kann zu organischen Erkrankungen führen!
Das Wasser sollte aus hygienegründen am besten in einer Kugeltränke angeboten werden. Der Standort der Kugeltränke sollte gut gewählt werden und sie sollte nicht zu niedrig über den Boden stehen, denn sonst wird sie zugescharrt und das Wasser läuft raus. Wenn man eine Kugeltränke verwendet sollte man sicher gehen das die Mäuse die man sich geholt hat kugeltränken schon kennen/beutzen können. Mäuse lernen zwar schnell aus kugeltränken zu trinken, trotzdem könnten sie im fall des nicht kennens dehydrieren bis sie es gelernt haben (und die kleinen dursten zu lassen ist ja nicht sinn und zweck der sache – am besten lernen solche mäuse die kugeltränke kennen, wenn eine ältere Maus vor macht wie es geht). Wenn man eine gruppe gleichaltriger mäuse hat von denen man nicht weiß ob sie schon die tränke kennen (weil sie zuvor noch bei der muttermaus waren und meist zu früh getrennt werden oder schon als zu kleine babys im ZooLa verkauft wurden) sollte man in jedem Fall beides anbieten: Kugeltränke und Wassernapf! Wenn man dann die mäuse alle einmal hat trinken sehen, kann man den napf herausnehmen.
Man kann aber auch generell eine Wasserschale anbieten, diese muss jedoch an einem erhöhten platz stehen wo sie nicht zugescharrt werden kann und trotzdem noch gut zu erreichen ist. Das Wasserbehältnis sollte keinen zu hohen Rand haben, damit die mäuse noch gut hin kommen. Am besten eignet sich hier wohl eine flache tonschale oder ein hamster-Keramiknapf mit maximal 4 cm hohem rand. Man sollte hierbei vorallem darauf achten das auch ältere mäuse noch problemlos die schale erreichen können. Man sollte daher für eine sehr flache rampe sorgen über die die mäuse die Ebene auf der das Waasser steht gut erreichen können. Nicht alle mäuse bleiben im alter fit und beweglich, dass sollte man in keinen fall vergessen! Auch muss man bei einer Wasserschale erhöht auf die sauberkeit achten, denn mäuse schmeißen da gern alles mögliche rein ;). Sie weichen gern -absichtlich- dinge im wasser ein, darauf sollte man gefasst sein. Das Wasser ist hierbei aber grundsätzlich täglich zu wechseln (spätestens alle 2 Tage), aber das dürfte klar sein.

Was noch? ja, ehm… Kräuter und so nicht wahllos füttern. Es gibt viele sachen die für Mäuse nicht gut sind (weil krebserregend oder ähnliches) oder manches wovon keiner weis ob es gut oder schlecht ist für die Kleinen. Man sollte als Anfänger in sachen Mäuse sich erstmal rat von erfahrenen Leute hohlen. (zum Beispiel hier, denn ich kann sicherlich nicht jedermanns Fragen hier beantworten: http://mausebande.com/forum/farbmaeuse/ )
Auf der Unterseite “Getrocknetes Obst, Gemüse & Gräser” hier im Blog gibt es einen Unterpunkt was Mäuse dürfen und was nicht.

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Futterrezept zum selber mischen
1.) Für wie viele Mäuse?
2.) Wie lange reicht es?
3.) Menge? (Liter)
4.) Wo bekommt man die “Zutaten”?
5.) Aufbau
6.) Kostenpunkt-Vergleich
7.) Rezept
8.) Was noch beachten?
9.) Zusatzfutter: Was füttern? (getrocknetes, Saaten etc. – Futterliste )

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Zu Punkt 1: Für wie viele?
Also die Menge der Rezepts das ich weiter unten aufliste ist für ca. 6 Mäuse.

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Zu Punkt 2: Wie lange?
Für 6 Mäuse sollte es mindestens 6 Monate reichen. Ist nen Haufen Zeugs ^^
Man sollte drauf achten das, wenn man die Futterreste entsorgt, wirklich nur noch Hülsen in der Schale sind. Ansonsten schmeißt man zu viel Futter weg und es reicht nicht über die angegebene Zeit! Das bitte ich besonders zu beachten!

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Zu Punkt 3: Menge?
Man merke an: Meine Mengenangabe basiert darauf, dass man alles rein schmeißt was auf der Futterliste steht! Wenn man die zwei optionalen Punkte weg lässt, gibt es natürlich unwesentlich weniger.
Aber im allgemeinen kann man sagen das man mit dieser Mischung fast 6 kg erhält (5,95 kg).
Also: Ne große Dose oder Tupper-Schachtel bereit halten =) ggf. auch mehrere.

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Zu Punkt 4: Woher?
Die meisten der Zutaten bekommt man bei futterkonzepte.de, ms-tierbedarf.de (Gammarus) oder in jedem gut sortierten Zoofachahndel in der Vogelfutterbateilung.
Wahlweise auch manche Sachen im Supermarkt (Kürbiskerne, z.B.).
Normalerweise hat jede halbwegs gut sortierte Zoohandlung mindestens 2 verschiedene Hirsesorten in ihrem Sortiment (Vogelfutterbateilung).
Das meiste gibt es jedoch auch über futterkonzepte.de und ms-tierbedarf.de zu bestellen.
Man sollte nur darauf achten immer rechtzeitig wieder Futter einzukaufen befor das alte ganz zur Neige geht (da man doch etwas warten muss bis online shops die Ware verschickt haben und durch 1-2 tage einfrieren nochmal etwas Zeit vergeht).

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Zu Punkt 5: Aufbau
Der Aufbau des Rezepts basiert auf genauen Studien des Nahrstoffbedarf von Farbmäusen.
Die Anteile an ölhaltigen Saaten, Klein- und Großsaaten sowie Mineralhaltigem Futter (Grassamen) ist in diese Mischung ausgewogen und abgestimmt für diese Menge. Bitte nicht zu viel dran rum pfuschen, vorallem was großsaaten und die ölhaltigen Saaten betrifft. Mehr Hirse wäre zum Beispiel kein großes Übel, mit dem Sesam sollte man jedoch schon wieder vorsichtig sein (ölhaltig). Man will ja keine Fett-Mäuse, sondern gesunde Mäuse.

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Zu Punkt 6: Kostenpunkt-Vergleich
Wenn ich meine Futtermischung von etwa ca. 15 Liter (ist aber eher etwas mehr) für meine 14-köpfige Bande :)))  mit Fertigfutter vergleiche, würde die gleiche Menge Fertigfutter knapp 2,5 mal so teuer kommen wie meine einzeln gekauften, zusammengemischten Zutaten.
Wieso das so ist: Weil fertig Sachen immer gelagert werden müssen, darum muss man schon mal die lagerkosten als Endverbraucher mit tragen. Dann kommt natürlich die relativ aufwendige verpackung (mit aufdruck) hinzu und die herstellungskosten der selbigen. Dann muss das Zeug noch in die Läden gekarrt werden und der LKW fahrer will auch bezahlt sein (nennen wir es logistikkosten). Natürlich will das Geschäft auch noch was verdienen und somit kommt noch ein Aufschlag hinzu damit man auch noch etwas Gewinn hat und nicht nur Unkosten/eine glatte Kostenabdeckung als Verkäufer. Tja, und dann steht der Endverbraucher, also wir, da und zahlt für 500g (oder weniger – manchmal sind nur 400g drin) zwischen 3 und 5 Euro.

Also in diesem Fertigfutter vs Selbergemischtes hat eindeutig das selbst gemischte gewonnen, würde ich sagen. Und das noch obwohl ich einige Bio Produkte gekauft habe und so teures Zeugs wie Distelsamen drin hab.

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Zu Punkt 7: Rezept:

……ACHTUNG!!!!……
Alles nach dem Kaufen gut einfrieren für am besten 2-3 Tage, jedoch mindestens 24 Stunden, bevor man es zu den Mäusen gibt! (Schädlingsbekämpfungsvorsorge! -Mottenlarven, Milben, Käfer-).
Hier also mein rezept in der “kleinen” Version, da nicht jeder (wie ich) mehr als 10 hungrige Mäusemäuler zu stopfen hat ^^

* 500 g Grassamen (kein Rasensamen natürlich! ➤ sowas ➤ Grassamenmischung (Futterkonzepte) )
* 125 g Hafer
* 125 g Gerste
* 1000 g La Plata Hirse (falls nicht vorhanden ➤ kann auch durch ‘Bunte’ ersetzt werden)
* 1000 g Bunte Hirse
* 2500 g Silberhirse
* 200 g JR Farm Feldkräuter
* 250 g Kelbkraut oder Kletten-Labkraut (erhältlich z.B. hier Die Stallapotheke Onlineshop (Klebkraut) )
* 250 g Dinkel- oder Mehrkornflocken (man kann abwechseln – ich mach das bei jeder mischung – mal so mal so)
* 125 g Leinsamen
* 100 g Kürbiskerne
* 100 g Erbsenflocken (optional – mögen nicht alle Mäuse, aber die meisten)
* 100 g Hanfsaat
* 100 g Reisflocken (KEINE Reiskörner! Die quellen sehr stark und sollten nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden – Anfänger lassen am besten ganz die Finger davon!).
* 150 g Gammarus oder Mehlwürmer (getrocknet natürlich)

Ich persönlich mische immer die doppelte Menge des gerade oben genannten an. Zum ersten ist mein Mäusebestand beinahe zu jeder zeit wesentlich größer als bei den meisten und zum zweiten möchte ich nicht immer so schnell wieder neu mischen müssen *faul* ^^°
Man muss auch nicht so viel abwiegen wenn man das doppelte anmischt, denn meistens sind Sachen wie Hirse in 1kg Packungen abgepackt und Kleinkram wie Kürbiskerne in 200g Päckchen.
Wie dem auch sei:
Optional kann man auch etwas mehr Silberhirse, Bunte Hirse oder La Plate Hirse hinein mischen wenn man nicht alle Zutaten bekommen hat. Aber generell ist es nicht schwer das alles zu finden.

Photobucket Gammarus und Mehlwürmer müssen auch nicht zwingend mit hinen geschmissen werden. Man kann sie auch so einmal im Monat übers Futter streuen (dezent eben, nicht gleich ne hand voll). Der Punkt ist nur, dass Anfänger meist nicht wissen wie viel sie geben sollen darum sind die 150g auf die Menge so ein kleiner Richtwert.

Getrocknete Mehlwürmer & Gammarus (kleine Bachflohkrebse):
 photo Eiweissfuter_zps1816c837.png
Gammaru’s können bestellt werden in den oben genannten online shops. Sie sind meistens auch nicht unbedingt im Geschäft zu finden. Mehlwürmer hingegen schon.
Lebend oder gertrocknet, in der Regel bekommt man beides im Zoofachhandel. Ich persönlich bevorzuge die getrocknete variante weil man die 1.) nicht füttern muss & 2.) kriechen die tierchen nicht im Gehege umher sollten die Mäuse sie nicht alle fressen (oder eventuelle reste vergammeln nicht irgendwo – was wesentlich hygienischer ist).

Wenn man dann alles zusammen hat: Alles in einen Topf schmeißen, durchmischen, in eine Plastikdose füllen (in jedem Fall in etwas was gut verschließt und dicht macht), einfrieren, und danach an einem trockenen kühlen Ort der NICHT in der prallen SONNE ist lagern.

In etwa so:
 photo Futterlagerung_zps89e646c6.png

Tja, warum nicht in der Sonne?
Es gibt Getreideschädlinge (Käfer) die ihre Eier in Getreidekörner legen (vorzugsweise Großsaaten wie Weizen, Hafer) und die Brut schlüpft erst wenn es warm wird. Keine Sorge, die Krabbelkäfer sind ungefährlich für Nagetiere, die Eier in den Körnern auch (macht nix wenn es gefressen wird), aber sie machen wenn sie geschlüpft sind das Futter kaputt und unbrauchbar sollten die am Leben bleiben.
Und 5 kg Futter weg schmeißen ist nicht gut, vermeidbar und obendrein teuer.
Außerdem ist ja vielleicht bekannt das man ölhaltige Saaten wie z.B. Kürbiskerne nicht im warmen lagern sollte. Öl ist Fett und das kann natürlich ranzig werden – auch im Futter.

Das Ungeziefer-Problem wird durch sorgfältiges und konsequentes einfrieren des Futters aber mit 99% sicherheit behoben – allerdings gibt es immer noch Zeichen und Wunder, auch für Käfer 😉 also: Nix riskieren und lieber 2 Tage einfrieren.

Gut, bei mir kam so ein Fall noch nie vor, aber ich seh mir mein Futter immer genau an, friere es ein und es steht dunkel.

NOTE: Bei meiner Schwester war im Fertig-Kaninchenfutter mal ein ordentlicher Käferbefall und sie hat das Futter zurück gegeben. Die ganze Tüte hat gelebt und die waren da, wie sich durch Mitarbeiter heraus stellte, schon ab Werk drin (haben anscheinend in ihren Silo bei abfüllen des Weizens schon die Käfer mit eingebracht).
Es war ziemlich eklig und ärgerlich. Wieso verkaufen die so nen scheiß überhaupt noch wenn sie schon wussten das im Werk käfer drin waren?
Typisch für diese profitgierige Bande! *kopfschüttel*

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Zu Punkt 8: Was noch beachten?:
Eigentlich nur, dass schwangere und säugende Damen zusätzlich zum normalen Futter verstärkt Eiweißfutter (Mehlwürmer) brauchen. Keine Sorge, die muss man auch nicht lebend erfüttern, die Dinger gibt es gefriergetrocknet und sie sind nur halb so eklig wie man denkt 😉 (hab ich auch erst mal für mich feststellen müssen).
Sicher in diesem Punkt hab ich mich bestimmt schon mehrmals widerholt auf dieser Seite, aber naja!

Darum wiederhole ich mich gleich nochmal: Einfrieren nicht vergessen 😉

Natürlich sollte zum normalen Körnerfutter immer noch Heu gefüttert werden. Auch etwas Stroh wird ab und an gern gefressen.
Zudem legen ich immer noch einen hellen Hirsekolben hinein. Sollte das Futter also mal wirklich ausgehen ohne das ich es bemerke sitzen die Mäuse nicht “auf dem trockenen”.
Heu, gelbe Hirse und rote Hirse (meine Mäuse fressen die gelbe etwas lieber):
 photo hirse_gelb_zps81a15a83.png
 photo hirse_rot_zps92945897.png
Das frisches Wasser immer bereit stehen sollte und auch zur Fütterung gehört muss ich ja jetzt wohl nicht mehr ausführlich erläutern ^^ das sollte jedem klar sein.

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Zu Punkt 9: Zusatzfutter: Was füttern?

Das ist ein schöner Punkt im Thema Mäusefütterung! Denn es gibt eigentlich genug was man ab und an noch extra füttern kann. Vorallem getrocknetes aller art.
Mein Vorratsschrank ^^ (ich lass da aber nur zugeschweißte sachen drin, nichts was Belüftungslöcher hat oder schon offen ist – sowas kommt bei mir in eine große Kiste mit Deckel und wird zugeklippt ➜ um Futterschädlingen vorzubeugen)
 photo zusatzfutter_zps677e83e8.png

“No go”-s sind zuckerhaltige “Leckerlie” wie der als “nagerbisquit” ausgewiesene kuchen/keks oder eben Sache die für Ratten und Mäuse gesundheitsschädlich sind.
Wie zum beispiel FENCHEL → Auszug aus dem MäuseWiki: Fenchel sollte nicht verfüttert werden, da er u.a. Estragol enthält. Estragol hat sich bei Tieren als krebserregend erwiesen. Da bisher keine Grenzwerte für Mäuse bekannt sind, sollte man sicherheitshalber keine Pflanzen verfüttern, die diesen Stoff enthalten. .
Aber ich will jetzt hier nicht alles aufzählen was Mäuse NICHT fressen sollten.

Was eigentlich auch alle Mäuse mögen sind KAPOK Schoten (auch Baumwollschote genannt, ist aber keine richtige Baumwolle).
Die bekommt man zumeist in der Vogelabteilung und sehen meistens so aus:
 photo kapok1_zpsab2f35bc.png
Zumeinst einzeln oder im Zweierpack eingeschweißt.
Die Farbe kann variiren von recht Dunkel- bis Hellbraun.
 photo kapok2_zps0debb679.jpg  photo kapok3_zps892b0c56.jpg
Manchmal sind sie schon aufgesprungen, manchmal noch geschlossen. Ich persönlich säbel die sowieso immer mit nem scharfen Messer auseinander weil da SEHR viel Wolle rauskommt.
So, jetzt fragt sich bestimmt so manch einer wieso ich “Wolle” unter Futter vorstelle. Naja, die Wolle hat auch einen Inhalt: Samen. Und die fressen die Mäuse recht gern.
Die Wolle wird zum Nestbau verwendet. Und in einer halven Schote ist wirklich mehr als genug wolle drin. Die meiste Wolle dieser halben Schote werden sie gar nicht brauchen. Also nach ein, zwei Tagen die nicht verbauten Wollreste einfach absammeln. (probiert es mal aus, es ist WIRKLICH VIEL WOLLE, ihr werdet sehen!)
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Gelegenheits Leckerlie:
Die folgenden Sachen sind größtenteils sehr fetthaltig & sehr eiweißhaltig. Machen also schnell dick wenn sie zu oft und in zu großen Mengen gefüttert werden.
Die schließt natürlich werdende Mäusemüttern/gruppen mit werdenden Mäusemuttern jedoch aus. Die zukünftige Mäusemama kann täglich ein paar Mehrwürmer brauchen da sie einen erhöhten Eiweisbedarf hat (wenn man es der entsprechenden Maus gezielt geben kann ist das gut, wenn sie jedoch zu scheu ist muss man eben damit rechnen das die anderen sich auch bedienen, geht dann eben nicht anders, also mehr als nur ein oder zwei mehlwürmer geben). Ich persönlich füttere auch meinen neuen Mäuse immer etwas mehr die ersten Tage wenn sie zu mir kommen da sie erstens noch im wachstum sind und ich zweitens nicht weiß ob ihr Eiweisbedarf beim Vorbesitzer gedeckt worden ist.
Nüsse kann man auch füttern. Ungesalzen natürlich und ungezuckert, also “rohe” Nüsse”. Jedoch vorsichtig, da Nüsse machen dick weil sie sehr fetthaltig sind.
Reis ist mit vorsicht zu verfüttern da er sehr stark quillt.

Mandeln, Haselnüsse
Mehlwürmer, Gammarus & Katzentrockenfutter
JR Farm Eiweiß-Cocktail (Mehlies, Gammarus und Heuschrecken)
 photo Eiweisscocktail_zps02497309.png
– Ein Stück gekochtes Ei (ungesalzen natürlich)
– ab und zu etwas “pflanzenmüll” ^^ (Hafer-Ecken oder ähnliche knabberkissen)
– eine Kapok Schote/Baumwoll Schote (macht jede menge buschige wolle wenn die Mäuse es zerpflücken)
Reisrispen (nur in geringen Megen verfüttern bitte!)

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Was man öfter füttern kann:
Öfter heißt in diesem Fall: Mehrmals die woche wenn man will.
Ich würde die nächste liste als Liste der Rauhfutterergänzung bezeichnen.
Ganz besonders lieben ich herbei die Sahen von JR Farm! Die haben ein gutes sortiment für Nager/Mäuse. Zwar ist nicht alles für Mäuse geeignet, aber ganz vieles.
Getreide kann man auch fast alles füttern. Nur Weizen und Mais sollte man Unterlassen, diese zwei Sorten sind zumeist sehr Pflanzenschutzmittelbelastet.

JR Farm produkte:
– Chinchilla Blütengarten
– Degu-Spezial
– Degu-Snack
– Mariendistel
– Löwezahn
– Spitzwegerich
– Sonnengemüse
– Ratatouille
– Kornfeld
– Blütenwiese
– Grüner Mais
– Grüner Hafer
– Knabber Potpouri
– Wiesen-Ernte
– Sommer-Ernte
– Wiesenkräuter
– Pure Gänseblümchen
– Pure Kamille

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Anderes:
Getreideähren/-kolben (getrocknet oder frisch) wie Hafer, Gerste, Flachs oder Hirse.

Info’s viele Kräuter/Obstsorten/Gemüsesorten die gefüttert werden dürfen/nicht gefüttert werden sollten findet sich auch in Wiki der Mausebande.
Wer’s gern etwas kürzer mag und aktuelle Fütterungsbeispiele von unbedenktlichen sachen haben möchte begnügt sich mit einen Blick auf die obrige Liste. (^∀^)

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