Mäuseterrarium & Einrichtung

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Hier finden sich ein paar Worte zur Einrichtung sowie ein Einblick in meine Terrarien.
Eines handelt sich hierbei um einen Umbau eines Standard-Terrariums, den Umbau eines Chamäleon Terrariums & meinen großen Eigenbau (welcher ein selbstgebautes Holzterrarium ist).
Tatsächlich in Gebrauch sind jedoch nur 2 (das Kleinste wurde erstmal ausrangiert).

Natürlich gibt es nicht nur die möglichkeit Mäuse in (mäusegerecht umgebauten) Glasterrarien zu halten oder selbst (mäusegerechte)Holzterrarien zu bauen.
Die welt der möglichkeiten steht jedermann in diesem Fall offen: Egal of Regalumbau, Schrankumbau, Mäusetisch, Mäuseburg, Aquarium mit Aufbau oder doch ein Terrarium: Hauptsache es wird den Mäuse gerecht und erfüllt die mindestmaße für die Gruppengröße.

Wer sich jetzt fragt wie man die erforderliche größe für die angestrebte gruppengröße herausbekommt darf diesen Rechner hier benutzen: mauscalc.de *klick*.
Am besten lässt dieser Rechner sich benutzen wenn man schon etwas ahnung hat wie der Eigenbau mal ungefähr aufgebaut sein soll, da hier auch Ebenen mit in die Rechnung einbezogen werden können (was das ergebnis natürlich auch verändert).

Mit Anleitungen zum Selbstbau kann ich leider nicht dienen. Jedoch darf ich hierzu auf eine Seite verweisen auf der sich ein paar finden ➜ Bauanleitungen
Natürlich darf der Fantasie auch ohne direkte Anleitung freien Lauf gelassen werden – so lange ein Maus-gerechtes ‘Endprodukt’ dabei heraus kommt 😉
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Das war das erste Zuhause meiner Krümel!
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(ein altes Foto. 😉 )

So oder so ähnlich sieht ein perfektes Mäuseheim aus (meiner Meinung nach – und dieses hier war nur ein Übergangsheim):
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Da neue Super-Mäuseheim, maße: 1,30m x 1,10m x 0,60m (L x H x B)
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Anmerkung: Foto zeigt den fertigen Eigenbau mit allem Inventar das sich letzten endes darin befinden wird.
Eingezogen ist oben eine Vollebene und alles weitere sind 7 Kleinetagen in verschiedenen Größen.

Photobucket Man sollte beim platzieren von Ebene drigend darauf achten das sie nicht zu dicht übereianander angeordnet sind. Zum einen beeinträchtigt man sich damit selbst wenn man Mäuse einfangen muss oder Inventar stellen möchte & zum anderen muss man an die Luftzirkulation denken.

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Ausgelegt für 17 Mäuse, soll in zukunft jedoch “nur” 12 beherbergen. (berechnet von mauscalc.de *klick*)
Kostenpunkt: ca. 500 Euro (für große Leimholzplatten aus dem Baumarkt, Winkel, Schrauben, Inventar, Acrylglas, jede Menge Holzlasur & Draht für die Vergitterung der Lüftungsausschnitte).
Planung: 3 Tage.
Bauzeit: 1 Monat (in vielen Stunden nach der Arbeit und an den Wochenenden)
Feinabstimmungen/Korrekturen: über ein ganzes Jahr hinweg. (hätte auch schneller gehen können, aber mir fällt einfach immer wieder was ein ^^°)

Das neuste Projekt: Umbau des alten 80×60 Terras vom ersten bild, diesmal sogar mit vernünftiger Verschlussklappe:
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Selbstgebauter Tränkenhalter aus einem breiteren Stück Acryglas und etwas Silberdraht:
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Fast unsichtbare Halterungsplatte wegen durchsichtigem Acrylglas. Befestigt mit klarem Aquarium-Silikon.
Befestigung der Ebenen: Ebenfalls mit Aquarium-Siliokon (ist ungiftig nach aushärtung und die Mäuse gehen so gut wie nicht dran – was heißt: wird so gut wie gar nicht weg gefressen).

Mit Inventar:
Alle Holzteile mit Holzlasur angestrichen, Aufstiegsrampe und potentielle Pinkelecken mit Plexiglas beklebt (für bessere Hygiene). Alles absichtlich etwas höher angeklebt da später der untere bereich aufgeschüttet wird als Buddelbereich.

Große Schlafkokosnuss
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Hängebrücke:
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gut zu befestigen an der oberen etage: Haken ins Holz drehen, Brücke aufhängen und fertig.

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Exotennest aus dem Vogelbedarf und kleine cocosnuss auf der oberen Ebene.

Hängende Äste unten, allgemein so gut wie fertig:
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Kleine Spielereien wie mein Schüsselhalter (für Hägeschüssel aus der Vogelabteilung) mit zwischen Plexiglas geklebten Trockenblüten kann man natürlich auch machen ^^
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Photobucket Wichtig bei der arbeit mit Holz: Den “Sabberlack” nicht vergessen! Damit das holz gut einstreichen (sofern man kein beschichtetes Holz benutzt).
Was ist “Sabberlack”? Bei Sabberlack handelt es sich um Lack der für Kinderspielzeug verwendet wird und nach dem Trocknen ungiftig ist, selbst wenn er verschluckt wird.
Kann z.B. so aussehen:
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Dieser Lack muss ich immer zwingend farblos sein, es gibt ihn auch in verschiedenen Farben (je nach Hersteller).
Auf manchen Dosen, abhängig von Hersteller, ist auch ein Schaukelpferd abgebildet (für Spielzeug). Wichtig ist der Text! Der Satz “DIN EN 71 Teil 3” sollte unbedingt drauf stehen, ansonsten hat man den falschen Lack in den Händen.
Und bitte nicht auf Verkäufer verlassen die einem im Baumarkt vermeintlichen “Spielzeuglack” in die Hände drücken.
Kleine Geschichte dazu: Ich bestelle meinen Lack normalerweise immer aus dem Internet weil der Baumarkt meines Vertrauens diesen nicht mehr führte. Eines Tages, in einem andern Baumarkt, dachte ich mir ich frag mal nach. Verkäufer gleich “ja, natürlich *Dose reich* Hier, bitte. *wegrenn*”. Neben der Tatsache das der gute Mann etwas gehetzt war oO…. fiel mir beim durchlesen der Dosenrückseite noch etwas anderes auf: Mir war stinknormaler Holzlack in die Hände gedrückt würde OBWOHL ich AUSDRÜCKLICH nach UNGIFTIGEN SPIELZEUGLACK gefragt hatte. ㄱ_ㄱ so viel zur Kompetenz des Personals.
Fazit: Selber wissen und lesen ist eindeutig der sicherere Weg.

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Über die Einrichtung _eines Mäuseheims
Ich werde hier auch die no-go`s aufzeigen.

Einstreu: Als optimal hat sich kleintierstreu erwiesen und wenn man einmal die Woche die pinkelecken sauber macht stinkt es auch nicht (nicht zu oft sauber machen, denn dann markieren die Nasen doppelt nach und es stinkt! Also: als reaktion auf gestank nicht noch mehr sauber machen, sondern weniger 😉 ).
Wenn es bei meinen ‘Ratten’ gut läuft mach ich nur alle 2 Wochen sauber (im kleinen Terra – im großen vielleicht nur alle 3 Wochen).
Wie auch immer: Kleintierstreu gemischt(geschichtet) mit Heu und Stroh, mindestens 15cm hoch eingestreut ergibt einen wunderbaren Bereich zum buddeln für Mäuse und die Gänge halten in diesem “Gemisch” auch.

Klettern: Das ein Gehege für Mäuse dreidimensional eingerichtet gehört versteht sich von selbst. Sie wollen klettern und darum sind Gehege/Käfige unter 50 cm höhe ein NO GO! (wie will man da anständig Seile aufhängen, Brücken anbringen oder äste einstellen? Geht nicht.). Höher ist immer besser! (vorsicht jedoch bei Aquarien – nicht höher als breit!)

Äste geben dem Mäuseheim mehr Natürlichkeit:
 photo Aeste2_zpsef4578e6.png
 photo Aeste1_zps9f48fbb8.png

Seilgarten ^^
 photo Seilgarten_zps82369344.png

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Laufrad: Oh wie ich Zooländen liebe: Viel zu kleine laufräder mit schereneffekt und GITTERsprossen… immer wieder schockierend was da als heimtierzubehör verkauft wird.
Handelsübliche Mäuse-/Hamsterlaufräder sind viel zu klein und überdehnen das Rückrad der kleinen Tierchen beim laufen. Zudem sind sie meistens auch noch sehr gefährlich und bergen eine hohe Verletzungsgefahr.
Ein gutes Laufrad für Mäuse hat eine geschlossene Lauffläche, eine geschlossene Rückwand und ist nur vorne offen. Läufräder mit einem durchmesser unter 20 cm sind tabu! (siehe begründung oben – die Maus sollte gerade in laufrad laufen und nicht verkrümmt). Optimaler durchmesser für ein laufrad sind 27 cm. Hierbei sind die WodentWheels sehr zu empfehlen. Sie entsprechen den ansprüchen der Mäuse (hab auch die WW`s).
Wenn man über diese “kleinigkeiten” nicht in diesem Umfang bescheid weiß kann es durchaus sein das man als Anfänger noch einige fehler macht “mein Anfängerfehler-Laufrad” ist noch weiter unten glaub ich auf ein paar fotos zu sehen (wobei dieses schon eines der besseren war: 20 cm durchmesser, geschlossene Lauffläche – nur war es aus “bösem” plastig, also kein WW).
Allgemein ist auch zu sagen: Laufräder machen viele Mäusen spaß, aber sind nicht unbedingt zwangsläufig nötig. Je größer das Mäusegehege, desto weniger wird das Laufrad in Anspruch genommen (und dann auch mal gern als Toilette zweckentfremdet -_-”). Viel wichtiger als ein Laufrad ist das man einen größeren Bereich des Geheges mindestens 15 cm hoch einstreuen kann, damit die Mäuse ordentlich buddeln könnnen. Das macht ihnen ohnehim mehr Spaß ^^ Also keine Panik wenn das Laufrad fehlt! So lang sie buddeln können und genug platz haben um sich auch so zu bewegen ist alles in bester Ordnung.

Ein paar negativ-Bilder zum Thema Laufrad:
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Neben dem Punkt das Plastiklaufräder/Plastikeinrichtungsgegenstände nicht in den Mäusekäfig gehören: ZU KLEIN, ZU GEFÄHRLICH! Laufräder mit Schereneffekt, keine geschlossene Rückwand und/oder Lauffläche + zu allem Überfluss sorgen sie durch den zu geringen Durchmesser für eine Rückenverkrümmung der Tiere beim Laufen.

Das Wodent Wheel:
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Aus ungefährlichen Spezialplastik hergestellt, leicht zu reinigen da zerlegbar und in der richtigen Größe für eigentlich alle Mäusearte zu haben! (noch dazu in vielen Farben)

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Häuschen: Mindestens ein Häuschen mit MEHREREN Ein- und Ausgängen sollte vorhanden sein (mindestens 2 Ausgänge). Vorallem wenn eine Gruppe in der finalen Vergesellschaftungsphase ist wird dieses Häuschen gebraucht. Generell ist es sowieso immer besser mehrere Schlafmöglichkeiten für die Mäuse anzubieten. Je nach Gruppengröße 2-5 Rückzugsmöglichkeiten. Das eine 2er gruppe keine 5 Schlafhöhlen braucht, sollte hierbei ja jedem klar sein. Aber bei einer 12er Gruppe kann es durchaus sein das mal manche Mäuse auch ihre Ruhe vor den anderen haben wollen. Da empfielt es sich dann schon mehrere Schlafplätze zu haben.
Ich sehe es bei meiner 7er Gruppe: Es gibt 3 Schlafplätze die auch genutzt werden wenn sich mal eine oder zwei Mäuse separieren möchten. Sie schlafen zwar schon später wieder in einem Nest, aber manchmal wollen sie einfach nicht.
Bei Gruppen die stabil sind, dass heißt in welchen die Rangordnung bereits geklärt ist und einen stabilen Gruppenverband bilden, kann man auch ruhig Häuschen mit nur einem Eingang verwenden.
Photobucket ACTHUNG: Bei der Auswahl/dem Kauf des Häuschens ist darauf zu achten das es möglichst aus unlackiertem Holz ist und keinen Boden hat (also unten komplett offen ist). Es ist zu empfehlen das Dach des Häuschens mit Sabberlack anzupinseln und das NICHT ZU KNAPP oder wahlweise das dach mit zugeschnittenem Plexiglas abzukleben ➜Stichwort Hygiene. Und wo wir schon von Hygiene sprechen: Das ist auch der Grund weshalb man keine Häuschen nimmt die einen Boden haben→ Die Nasen pinkeln manchmal auch gern hinein (besonders unkastrierte Böcke) und nicht einmal wenn man es mit Sabberlack anstreicht wird es diesen “Dauerattacken” stand halten, es sickert durch ins Holz und das Haus ist ruiniert.

Brücken/Leitern: Unerlässlich in einem 3D-Mäusegehege. Es bringt den kleinen Spaß und man kann Ebenen/Etagen damit verbinden.
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Tunnel: Mäuse sind von Natur aus Beutetiere und so verstecken sie sich gern. Tunnel (ob nun hängend als schaukeltunnel oder liegend als L-Tunnel oder ähnliches) finden sie hierbei immer wieder total toll. Sowas sollte man ihnen auf keinen Fall vorenthalten.

Ein Tunnel muss sich nicht immer zwingend an Boden befinden. Hier ein beispiel eines hängenden Weidentunnels:
 photo Weidetunnel_zpsd8f72961.png

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Um dieses Thema abzuschließen: Ein kurz gefasster Einblick in die Entstehung meines großen Holzterrariums:

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1.) Am Anfang, nach der Planung auf dem Papier, steht immer das Chaos der kleinen Teile…
2.) …und der großen Teile ^^
3.) Man setzt die großen Teile zusammen…
4.) …und fängt mit dem Innenausbau an.
5.) …man platziert  die ersten Einrichtungsgegenstände und…
6.) …irgendwann ist es fertig!

Sechs Bilder die einen Monat Bauarbeit und lange Zeit der Feinabstimmung überfliegen. ^^ Ganz so schnell wie es hier aussieht oder sich vielleicht anhört geht es natürlich in Wirklichkeit nicht ;D
Es sollte nur zeigen was sich aus einem leeren Holzkasten entwickeln kann.
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